Deutsch als Zweitsprache – Frau Studier, Lehrerin im DaZ-Kurs, im Interview

27. Juni 2016

Wie einige wissen, kommen in letzter Zeit viele Flüchtlinge nach Deutschland. Da in deutschen Schulen natürlich vor allem Deutsch geschrieben und gesprochen wird, gibt es an vielen Schulen einen DaZ-Kurs, in dem Kinder unsere Sprache lernen. (Deutsch als Zweitsprache). Dies wird in vielen Schulen in ganz Mecklenburg Vorpommern angeboten.

An unserer Schule betreut Frau Studier diesen Kurs. Bestimmt interessiert es euch, was in diesem Kurs passiert und so traf ich (Joel vom Homepage-Team) Frau Studier am 20. Mai zum Gespräch.

Joel:                   Hallo Frau Studier, ich habe heute ein paar Fragen an sie zum DaZ Kurs an unserer Schule. Ich glaube, dass es sehr viele interessiert, was Sie hier im

                             Unterricht machen. Seit wann gibt es den DaZ Kurs an dieser Schule?

Fr. Studier:         An dieser Schule wird er seit Februar 2016 durchgeführt. Also seit etwa 3 Monaten.

Joel:                   Und wie lange haben die Schüler am Tag Unterricht?

Fr. Studier:         Also den Deutsch-Intensivkurs haben sie 4 Stunden pro Tag. Wenn sie in die Klassen eingegliedert sind, ist es unterschiedlich. Dann kommt es auf die Lage der Stunden, an denen

sie am Unterricht teilnehmen müssen, an.

Joel:                  Ab wann gehen die DaZ-Schüler in unsere normalen Klassen und in welchen Fächern?

Fr. Studier:         Nach circa 4 bis 10 Wochen kommen sie in die Klassen und dann nehmen sie am regulären Unterricht in Sport, Mathematik, Englisch und Werken teil.

Joel:                  Ok, nächste Frage. Wie viele Kinder sind im Moment in ihrem Kurs?“

Fr. Studier:         Im Moment sind es 9 Kinder aber vorher waren es mehr. Inzwischen sind schon einige wieder weggezogen.

Joel:                  Wie viele Plätze haben Sie in Ihrem Kurs?

Fr. Studier:         Nach Rechtslage sind es 16 Plätze.

Joel:                   Nach welcher Zeit schließen die Schüler den Kurs ab und müssen sie eine Prüfung ablegen?

Fr. Studier:         Sie müssen mindestens ein Jahr bleiben und maximal zwei. Danach legen sie die B1 Deutsch Prüfung ab. Aber danach haben sie noch Anrecht auf Förderunterricht.

Joel:                   Und woher kommen ihre Schüler so?

Fr. Studier:         Sie kommen aus Syrien, Afghanistan, aus der Ukraine und aus Polen. Also es ist eine sehr gemischte Klasse und es ist interessant, etwas über ihre Kultur zu erfahren und zu hören,

wie sie vorher lebten.

Joel:                   Ja, das kann schon sehr interessant sein. Wie läuft der Unterricht in diesem Kurs ab?

Fr. Studier:         Also, die Kinder lernen für sich und sie sitzen zusammen in Gruppen. Wir lernen alle zusammen Wörter und Grammatikregeln. Dabei fängt es einfach an. Und wir

sprechen über Alltagsthemen wie Kleidung oder Essen und über viele weitere Themen, aber wir spielen auch zusammen z.B. Grammatikspiele.

Joel:                  Ist es bei ihnen wie in einer Schulklasse? Also ich meine, fällt es manchen Schülern leichter, Deutsch zu lernen, und anderen nicht so leicht?

Fr. Studier:         Ja, es ist wie in einer Schulklasse. Also einigen fällt es leichter und anderen nicht.

Joel:                  Wurden Sie hierfür eingeteilt oder haben Sie sich freiwillig für den DaZ-Kurs gemeldet?

Fr. Studier:         Ich wurde für diesen Kurs eingeteilt. Eigentlich bin ich Deutsch- und Englischlehrerin aus Hamburg, aber es macht mir Spaß und ich mag diese Klasse.

Joel:                   Ich bedanke mich für das Interview und ich wünsche ihnen noch einen schönen Tag.

Fr. Studier:         Immer wieder gerne und ich wünsche dir auch noch einen schönen Tag.

 

Ich hoffe, ihr wisst jetzt wie es hier abläuft, (Joel, 6a)